Mein Aufenthalt in Neuseeland im Jahre 2024 war eine unfassbare Zeit für mich. Die gesamte Reise war total unkompliziert organisiert und bereits in den ersten Tagen nach meiner Ankunft hatte ich schon erste Kontakte geknüpft und vor allem mit der Hilfe meiner tollen Gastfamilie mir ein gutes Umfeld geschaffen. Ich bin wirklich überrascht, wie einfach all dies in Neuseeland ging und auch im Vergleich zu Deutschland muss ich sagen, dass die Menschen dort einfach irgendwie offener und herzlicher sind.
Bis heute hin stehe ich in gutem Kontakt mit meiner Gastfamilie und meinem gleichaltrigen Gastbruder. Die ganze Familie kam mich auch auf deren Europa-Reise besuchen und ich konnte ihnen einen kleinen Teil von der anderen Seite der Erde zeigen, genauso wie sie mir Dunedin in Neuseeland vor knapp zwei Jahren zeigten.
Aber nicht nur die Natur ist dort bemerkenswert, sondern auch die Schule und das Leben rundherum. Statt eines Stundenplans, der zwischen über zehn Fächern rotiert, wie in Deutschland, zählen in Neuseeland die persönlichen Interessen ebenfalls dazu.
Ich konnte mir vier Fächer auswählen, wie beispielsweise Surfen und Kochen, und hatte dann auch noch Mathe und Englisch.
Ich habe viel gelernt und viel gesehen in dieser Zeit, aber die Erfahrung, für sechs Monate alleine in Neuseeland zu sein, lehrte mich nicht nur, mich fließend auf Englisch zu verständigen, sondern auch, mich solch besonderen Verhältnissen anzupassen.
Eine Routine, die ich von Deutschland nach Neuseeland übernommen hatte, war das Fußballtraining unter der Woche und die Spiele am Wochenende. Ich konnte relativ einfach in einen Fußballclub reinkommen und auch in der Schule spielte ich für die Fußballmannschaft. Das Element des Schulteams vermisse ich wirklich in Deutschland, da es mir dort viele Möglichkeiten geboten hat und es auch in Deutschland wahrscheinlich sehr praktisch wäre.
Ich denke, ich kann jedem empfehlen, der vorhat, nach Neuseeland zu gehen, sich einen Anker zu suchen, ein Hobby, in dem man schnell Freunde finden kann und bei dem man sich wohl fühlt, denn es kann und es wird auch Tage geben, die nicht so einfach sind, und da ist es gut, eine Routine zu haben, auf die man sich verlassen kann.
Die Reise hat mich sehr geprägt und auch meine größte Angst, irgendwie nicht mehr in den deutschen Alltag reinzukommen, bewahrheitete sich nicht. Es war sogar sehr einfach. Nichts hatte sich wirklich verändert, außer ein bisschen Schulstoff, der sich jedoch recht einfach nachholen ließ.
Jonathan Kroh